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architektur.

brandenburg


Besucherbergwerk F60

„Der liegende Eifelturm der Lausitz“, eine der größten Förderbrücken der Welt!

Rund 129 Kilometer südlich von Berlin entfernt, der A13 Richtung Dresden folgend, befindet sich wenige Kilometer nach der Autobahnabfahrt Bronkow am Bergheider See, nahe dem Ort Lichterfeld im südbranden-burgischen Landkreis Elbe-Elster eines der spektakulärsten Ausflugsziele für die ganze Familie – das Besucherbergwerk Abraumförderbrücke F60. Von 1989 bis 1991 wurde die F60 durch den VEB TAKRAF Lauchhammer erbaut. Insgesamt gab es fünf Brücken dieser Bauart. Die F60 ist die letzte ihrer Art. Vom März 1991 bis einschließlich Juni 1992 war die Förderbrücke in Betrieb. Auf Grund ihres markanten Aussehens wird sie auch schmeichelnd als „Liegender Eiffelturm der Lausitz“ bezeichnet. Mit ihrer Gesamtlänge von 502 Meter überragt sie den Pariser Eiffelturm um satte 182 Meter. Ihre gewaltigen Dimensionen werden deutlich, wenn man ihre Größe mit 204 Metern Länge und 80 Metern Höhe betrachtet. Nach der Umrüstung und dem Rückbau einzelner Baugruppen, beträgt das heutige Gewicht der Stahlkonstruktion noch gewaltige 11.000 Tonnen.


GLÜCKAUF IN 74 METERN HÖHE

Kurzentschlossen nahmen wir an der großen Führung teil. Ich kann jeden Besucher dieses informative und spektakuläre ca. 90 Minuten dauernde Erlebnis der anderen Art nur empfehlen. Auf hervorragend ausgebauten Stiegen führt uns der  Rundgang über den Stahlgiganten, über teils verschlungene Wege in bis zu 74 Meter Höhe. Unterwegs kann man diese aufwendige Konstruktion direkt und hautnah erleben und die Funktionsweise verständlich nachvollziehen. Auf diese Weise gewinnt man einen durchaus beeindruckenden Eindruck von der Leistung der Ingenieure und Brückenerbauer, leider oft zum Nachteil der natürlichen Umwelt oder lange Zeit gewachsener menschlicher Ansiedlungen. Neben vielen detailreichen Informationen zum oft fragwürdigen Braunkohletagebau im Lausitzer Revier kann man, als Zugabe, einen atemberaubende 360° Weitblick über das Lausitzer Land genießen. Der Rundblick vermittelt auch einen guten Eindruck, welche Wunden der Mensch in das Umland geschlagen hat, wie die Landschaft verändert wurde. Trotz des durchaus beeindrucken Erlebnisses, blieb bei mir am Ende ein absolut zwiespältiges Gefühl übrig.


Blick von der Förderbrücke