class="my-title-2"

parks & gärten.

brandenburg



Schlosspark Neuhardenberg



Parklandschaft à la Lenné

Das Dorf Neuhardenberg befindet sich ungefähr in der Mitte des ehemaligen preußischen Königreichs. Ursprünglich hieß der Ort Neuhardenberg „Quilitz“ und wurde im Jahre 1348 erstmal urkundlich erwähnt. Höchst wahrscheinlich handelte es sich dabei um eine ursprünglich slawische Ansiedlung. Im 14. Jahrhundert diente der Ort als Zollstelle.

Von Berlin aus kommend, über das nahe gelegene Strausberg, in Richtung Oderbruch, ist das Angerdorf Neuhardenberg in gerade einmal einer Stunde mit dem Auto erreichbar. Die wunderschön sanierte Parkanlage überrascht immer wieder durch schon fast gemäldehaft anmutende Sichtachsen und einem alten, hier und da schon fast majestätisch anmutenden Baumbestand.

Mit dem Schlossbau wurde wahrscheinlich Ende des 18. Jahrhunderts auf dem Gelände des Herrensitzes Quilitz begonnen. Als vermutlicher Zeitpunkt kommt das Todesjahr von Friedrich des Großen (1786) infrage. Der genaue Zeitraum ist jedoch nicht bekannt. Der deutsche Baumeister und Architekt Carl Gotthard Langhans wirkte an der Gestaltung der Innenräume des Schlosses mit. Das Denkmal von Friedrich den Großen wurde nach den Entwürfen von Johann Wilhelm Mein 1792 im Schlosspark errichtet. Nachdem das Schlossanwesen im Jahre 1811 aus dem Besitz des Rittmeisters Joachim Bernhard Prittwitz wieder an die Krone zurückverkauft wurde, wurde es 1814 als Belohnung für besondere Verdienste von Friedrich Wilhelm III von Preußen zusammen mit dem Ort an Karl August Fürst von Hardenberg übereignet.

 

Der Baumeister Karl Friedrich Schinkel baute 1820 bis 1823 das ursprünglich im barocken Stil errichtete Schloss klassizistisch um. Im Zuge dieses Umbaus wurde das bis zu diesem Zeitpunkt einstöckige Gebäude um ein weiteres Stockwerk erweitert. Für die Gestaltung des Landschaftsgartens zeichnete ab 1821 Hermann von Pückler-Muskau unter Mitwirkung von Peter Joseph Lenné verantwortlich.

 

Heute besteht im Sommer immer sonntags die Möglichkeit das Innere des Schlosses zu besichtigen. Außerdem finden von März bis November in der Ausstellungshalle im Kavaliershaus, in der Schinkel-Kirche, im Großen Saal, sowie im Park regelmäßig Ausstellungen, Konzerte, Theateraufführungen, Konzerte und Lesungen statt.